Hakkı Yeten: „Baba Hakkı“ und seine Bedeutung für Beşiktaş
Hakkı Yeten gehört zu den seltenen Persönlichkeiten, die Beşiktaş als Spieler, Trainer und Präsident geprägt haben. Sein Beiname „Baba Hakkı“ verweist auf seine Autorität innerhalb der Mannschaft und auf seine langfristige Bedeutung für den Verein.
Vom Karagümrük-Spieler zum Beşiktaş-Kapitän
Yeten wurde am 3. Dezember 1910 in Vodina geboren und kam als Kind mit seiner Familie nach Istanbul. Seine Vereinslaufbahn begann bei Karagümrük. 1931 wechselte er zu Beşiktaş und blieb dort bis zum Ende seiner Spielerkarriere im Jahr 1948. Historische Statistiken führen für ihn 382 Tore in 439 Spielen. Die damaligen Wettbewerbe sind mit dem heutigen Profifußball nur eingeschränkt vergleichbar, doch die Zahlen verdeutlichen seine herausragende Rolle als Angreifer.
Als Kapitän war Yeten Teil jener Beşiktaş-Mannschaften, die den Istanbuler Fußball über mehrere Jahre bestimmten. Er galt als körperlich durchsetzungsstark, torgefährlich und führungsstark. Für die türkische Nationalmannschaft absolvierte er drei Länderspiele. Außerdem gehörte er zum türkischen Aufgebot bei den Olympischen Spielen 1936.
Trainer, Funktionär und Präsident
Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete Yeten als Trainer. Mit Beşiktaş gewann er 1950/51 die Istanbuler Meisterschaft. In den 1960er-Jahren übernahm er in drei getrennten Amtszeiten die Präsidentschaft des Vereins. Damit vereinte er sportliche und administrative Verantwortung wie kaum eine andere Figur der Klubgeschichte.
Sein Name blieb auch institutionell mit Beşiktaş verbunden: Nachwuchsanlagen und eine Tribüne wurden nach ihm benannt. Zusammen mit Süleyman Seba zählt er zu den Ehrenpräsidenten des Vereins. Hakkı Yeten starb am 16. April 1989 in Istanbul. Bis heute steht „Baba Hakkı“ bei Beşiktaş für Loyalität, Führung und eine enge Verbindung zwischen Mannschaft und Klub.
